Status quo
Mit den vier anderen Kirchen gehört die Christuskirche zu den fünf Kirchen, die zusammen die grosse "Evangelische Gemeinde Köln" bilden. Ihr Geläut teilt die Gemeinde allerdings in zwei Gruppen: Glühende VerehrerInnen und Belästigte.
Der Bereich des Bezirkes Christuskirche erstreckt sich von der "Inneren Kanalstrasse" über "Mediapark", "Gereonsmühlengasse" bis zur "Aachener Strasse".
Im Bezirk Christuskirche leben mit Hauptwohnsitz etwa 2.400 Evangelische, die zwischen 0 und 96 Jahre alt sind. Fast zwei Drittel von ihnen, nämlich knapp 1.500, sind zwischen 21 und 45.
Eine interessante Altersstruktur!
Etliche Singles, Alleinerziehende, Menschen in Ausbildung oder in beruflichen "Startlöchern" gehören (zumindest auf dem Papier) dazu. Bis vor einigen Jahren war das Viertel KünstlerInnen- und Galeristensiedlung.
Konzept
Zwei Eckpfeiler bedingen die Arbeit an der Christuskirche: Zum einen die besondere bauliche Prägung der Kirche als Halle mit ihrer Schlichtheit, fast Kargheit, ihrer Grösse, ihrer Akustik, ihren Lichtverhältnissen - zum anderen die Einsicht, dass Kirche als "Raum" erfahrbar ist.
Daraus ergeben sich Schwerpunkte:
Die Öffnung der Hallenkirche für kulturelle Veranstaltungen unterschiedlicher Art: Konzerte (hier vor allem Weltmusik und Neue Musik), Ausstellungen, Performances, Installationen, Kongresse, workshops.
Daneben die Arbeit in und mit dem Kirchraum für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Frauen (unter besonderer Berücksichtigung der Frauen mit Gewalterfahrung).
So wird der Sakralraum als "Lebensraum" erfahrbar, als SchutzRaum, in dem auch die "allerletzten" Fragen zugelassen sind. Hier wird die Einsicht "versucht", dass wir uns immer wieder zwischen Dilletantismus und Versiertheit bewegen.
Leider ist der bauliche Zustand des Kirchenschiffes bedenklich. Eine völlige Neugestaltung ist beabsichtigt.
Wir hoffen, Ihnen an dieser Stelle bald mehr zu diesen Thema Mitteilen zu können.